Prozessablauf Beispiel Essay

INHALT:

STEUERUNG DER PROZESSE DURCH SCHEDULER UND DISPATCHER
BESTANDTEILE DES PROZEßDESKRIPTORS
SCHEDULER
DISPATCHER

SYSTEMPROZEDUREN DES KERNS
BEENDEN EINES PROZESSES
VERZÖGERUNG EINES PROZESSES
AKTIVIEREN EINES PROZESSES
PROZEßGENERIERUNG

PROZESSE IN UNIX
SCHEDULING IN UNIX
PROZEßSTRUKTUR
DER LOGIN-PROZEß
DIE PROZEßKENNDATEN

PROZESSORZUTEILUNG

Prozeßzustandsübergänge und damit eine neue Prozessorzuteilung können durch verschiedene Ereignisse ausgelöst werden. Wenn ein laufender Prozeß verdrängt wird und ihm sozusagend der Prozessor entzogen wird, kann je nach Verfahren z.B. seine Zeitscheibe abgelaufen sein, oder ein höherpriorisierter Prozeß geht in den Zustand "ready" über (siehe späteres Beispiel). Der Entzug des Prozessors kann weitere Ursachen haben:

- Ein-/Ausgabe: Interrupt „end of IO“ =>

Ausgangslage: Ein laufender Prozeß stößt eine E/A-Operation an und geht vom Zustand "running" in den Zustand "blocked" über. Ein anderer Prozeß wird dem Prozessor zugeteilt. Sobald die E/A-Operation beendet wird, wird der blockierte Prozeß wieder "ready". Je nach Verfahren kann dieser den laufenden Prozeß zu seinen Gunsten vom Prozessor verdrängen, z.B. wenn er höherpriorisiert ist. (siehe Tafelbild) n Programmfehler:

- Divide by Zero
- Adreßfehler (Segmentation Violation)
- Supervisor Call (SVC) => Aufruf einer BS-Kernroutine
- z.B. I/O-Aufruf, Speicheranforderung, Uhrzeit
- externe Unterbrechung (Operateur, Zeitgeber o.ä.) n Maschinenfehler (Speicherfehler o.ä.)

STEUERUNG DER PROZESSE DURCH SCHEDULER UND DISPATCHER

Scheduler1 und Dispatcher2, beides wichtige Prozeduren des Systemkerns, spielen bei der Steuerung der Prozesse eine entscheidende Rolle. Der Scheduler entscheidet, welcher der bereiten Prozessen als erster ausgeführt wird. Der Dispatcher hat grob gesprochen die Aufgabe, den nächsten Prozeß fortzuführen.

Wie kann nun der Zustandsübergang praktisch gesteuert werden? Wie kann ein unterbrochener Prozeß bei erneuter Prozessorzuteilung genau dort fortgesetzt werden, wo er unterbrochen wurde?

Hier ist die Aufgabe Prozeßverwaltung des Betriebssystems angesprochen. Der Systemkern3 muß über jeden einzelnen Prozeß „buchführen“, d.h. alle relevanten Daten über jeden Prozeß sammeln, wie z.B. seinen aktuellen Zustand. Diese Angaben werden in einem Datenblock, dem Prozeßdeskriptor oder Prozeßkontrollblock (einer je Prozeß) gespeichert. Eine Prozeßtabelle wiederum ist ein Array von Prozeßdeskriptoren.

Bestandteile des Prozeßdeskriptors:(siehe Abbildung 1)

- Prozeßidentifikation (ID-Nr., Name, ...) n Berechtigungen (Prioritäten, Zugriffsrechte auf Geräte, ...)
- Startadresse des Prozesses (dorthin verzweigt der Dispatcher, wenn er den Prozeß erstmalig/erneut anlaufen lassen will)
- Prozeßzustand (aktiv, blockiert, bereit) n Sicherungsbereich bei Unterbrechung (Stack, Register, ...)
- Verwaltungsdaten (Betriebsmittelbedarf, CPU-Zeit, ...)
- evt. weitere Prozeßkennzeichen (aktueller Zähler, Intervallzeitvorgabe, ...)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Exemplarischer Prozeßdeskriptorblock

- ach jedem Zeit-Interrupt sichert eine kleine Prozedur alle Registerinhalte des unterbrochenen Prozesses: · Die Inhalte der Arbeitsregister werden auf einem eigenen Stackbereich ablegt, über den der Prozeß exklusiv verfügt.
- Auch der Befehlszähler (PC), der die Stelle angibt, wo aktueller Prozeß unterbrochen wurde, wird auf dem prozeßeigenen Stack abgelegt.
- Der Wert des so positionierten Stack Pointers wird im Prozeßdeskriptor festgehalten.

Wird dem so abgewickelten Prozeß der Prozessor wieder neu zugeteilt, wird der so gesicherte Stackpointer Aufhängepunkt für diese Aktion. Mit ihm können die restlichen Register auf ihren ursprünglichen Stand gebracht werden.

- ach diesem Abschnitt zur Registersicherung werden erst Scheduler, dann Dispatcher durchlaufen.

Scheduler

- Der Scheduler durchläuft die Prozeß-Deskriptorliste von Anfang bis Ende ohne auf Prioritäten zu achten. · Er verwaltet die Zeitsteuerung, (Zeitangaben in Grundtakten, aber auch Uhrzeit, Datum) d.h. er verwaltet pro Aufruf nacheinander die aktuellen Zähler der Tasks, d.h. er führt für jeden Prozeß getrennt eine Uhr/ einen Zähler

Falls ein Zähler > 0 ist, dekrementiert ihn der Scheduler um eins, wenn es sich um einen Abwärtszähler handelt. Die Dekrementierung von 1 auf 0 entspricht der Zuweisung des Zustandes "ready".

Beispiel:

Vorgaben: Grundtakt = 10ms, Prozeß P soll jede Sekunde einmal laufen · aktueller Zähler und Intervallvorgabe :=100

- Scheduler setzt Prozeß erstmalig nach einer Sekunde auf "ready"
- D.h. nachdem er den Zähler 100 mal herabgesetzt hat, also nach 100 * 10ms = 1000ms = 1sek · der Prozeß wird im späteren Verlauf ausgeführt
- Durch Laden des aktuellen Zählers mit der Intervallzeitvorgabe wird der nächste Start (1 Sek später) vorbereitet.

Dispatcher:

- ach dem Durchlauf des Schedulers, hat der Dispatcher die Aufgabe, den nächsten Prozeß fortzuführen. Welcher dies ist, hängt von dem implemenierten Verfahren ab.

Z.B. das Round-Robin-Verfahren

- FIFO-Zuteilung
- Betriebsmittelzuteilung zeitlich beschränkt => Zeitscheibe
- in der Regel konstante Zeitscheibe; jedoch nicht zwingend
- Sonderfall: verbrauchtes Zeitquantum beeinflußt Priorität => Bevorzugung von kurzer Nutzerzeit z.B. das Vordergrund-Hintergrund-Verfahren
- zwei Prioritätsklassen:

1 -- hohe Priorität: E/A-intensive Prozesse (interaktiv, Vordergrund)

2 -- niedrige Priorität: Rechenintensive Prozesse (batch, Hintergrund)

- innerhalb der Klassen: FIFO z.B. E/A-orientiertes Verfahren drei Prioritätsklassen:

1. hohe Priorität: langsames E/A-Gerät

2. mittlere Priorität: schnelles E/A- Gerät

3. niedrige Priorität: rechenintensiv innerhalb der Klassen: FIFO Gewichtsverfahren z.B. die priorisierte Verwaltung oder unterbrechende Steuerung, welche ich nun exemplarisch näher vorstellen möchte:

Einzelne Deskriptorblöcke sind zu einer verketteten Liste zusammengebaut. (siehe Abbildung 2) Der zum Dispatcher gehörende sog. Anker zeigt auf den ersten Deskriptorblock, von jedem Deskriptorblock zeigt wiederum ein Zeiger auf den jeweils folgenden Block. Vom Block am Ende der Kette geht kein Zeiger aus, sondern er enthält die Bezeichnung NIL. Der Prozeß am Anfang der Kette hat die höchste Priorität, der am

Ende der Kette die niedrigste. Die Prioritäten der Prozesse können dynamisch verändert werden, indem die Zeiger Wie gesagt hat nach dem Durchlauf des Schedulers, der Dispatcher die Aufgabe, den nächsten Prozeß fortzuführen, im Falle der unterbrechenden Steuerung ist dies des Prozeß mit höchster Priorität = der erste in der Kette der Deskriptoren, der den Zustand "ready" trägt.

So kann ein Prozeß zugunsten eines anderen unterbrochen werden, daher die Bezeichnung unterbrechende Steuerung.

Beispiel: (Abbildung 3) A

Der Dispatcher würde den Prozeß 2 fortführen. Bei weiteren Zeit-lnterrupts würde der Dispatcher nun immer den Prozeß 2 fortführen.

à Wichtig ist, daß sich ein Prozeß, der seine Aufgabe erledigt hat, selber beendet; d. h. er begibt sich in den Zustand "terminated". Das selbständige Beenden eines Prozesses kann durch eine Systemprozedur erfolgen (Kap.2.3).

Der Scheduler vergibt den Prozessor solange an Prozeß 3, bis dieser sich beendet oder bis ein höherpriorisierter Prozeß "ready" wird.

C

Z.B. soll Prozeß 1 zyklisch laufen, und nach Ablaufen seiner Zeit wird er "ready". Der Dispatcher, der vorher den Prozessor an Prozeß 3 vergeben hat, unterbricht diesen und läßt Prozeß 1 -da dieser eine höhere Priorität hat - anlaufen. Prozeß 3 kommt erst wieder in den Genuß des Prozessors, wenn Prozeß 1 "terminated" ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Verkettete Deskriptoren

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Priorisierendes Verfahren

Nachteile der unterbrechenden Steuerung:

- Wenn einzelne Prozesse lange laufen

- Viele Prozesse wie Endlosschleifen vorhanden sind

- Viele User am System arbeiten: Mehrbenutzersysteme

(höher priorisierter User könnte so durch Programmierfehler alle Prozesse unter sich lahmlegen à Ungeeignet für Mehrbenutzersysteme

à Round-Robin-Verfahren: Keine Prioritäten-Vergabe

Zusammenfassend läßt sich der Ablaufplan bei einer Unterbrechung anhand von Abbildung 4 darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Ablaufplan bei Unterbrechung

SYSTEMPROZEDUREN DES KERNS

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, daß sich Prozesse selber beenden können. Es handelt sich hierbei um nur eine Routine, die von einzelnen Prozessen her aufgerufen werden können. Mit ihnen ist es möglich, auf den Prozeßablauf Einfluß zu nehmen.

Beenden eines Prozesses

Im Kern muß sich eine Stelle befinden, wo sich ein laufender Prozeß selber beenden kann. Man kann dies erreichen, indem man diese Stelle direkt anspringt, oder sich durch einen Return-Mechanismus dorthin begibt. Die augenfälligste Aktion wird dort sein, daß im entsprechenden Prozeßdeskriptor der Zustand "terminated" eingetragen wird. Zusätzlich muß der Stack Pointer sowie im prozeßeigenen Stack die Startadresse restauriert werden. Zusammenfassend kann man sagen, daß hier eine Initialisierung des Prozeßdeskriptors für den nächsten Neustart erfolgt.

Verzögerung eines Prozesses

Mit einer DELAY-Prozedur kann sich ein Prozeß für eine gewisse Zeit verzögern. Sie wird dann gebraucht, wenn ein Prozeß für eine konkrete Zeit warten muß. Als Beispiel wäre das Abwarten einer Tastenprellzeit zu nennen. Forderung ist, daß während des Wartens der Prozessor anderen Prozessen zur Verfügung steht. Demnach darf nicht verzögert werden, indem man Prozessorzeit durch Zählschleifen vergeudet. Das Warten eines Prozesses realisiert werden, indem ein neuer Zustand mit der Bezeichnung "delayed" eingeführt wird. Der Übergang von "running" nach "delayed" erfolgt durch die Prozedur DELAY. Die anderen Übergänge, bis auf die Beendigung eines Prozesses, werden durch den Dispatcher ausgeführt. Die DELAY-Routine benötigt im Prozeßdeskriptor einen zusätzlichen Zeitzähler. Er wird mit einem vom Prozeß übergebenen Wert belegt. Die Verwaltung dieses Zählers fällt in das Aufgabengebiet des Schedulers, der die Zeitvorgabe dekrementiert und den Prozeß, der sich im Zustand "delayed" befindet, nach Ablauf seiner Zeit wieder "ready" setzt. Hierdurch wird er fortgesetzt.

Aktivieren eines Prozesses

Oft ist es nötig, von einem Prozeß aus einen anderen zu aktivieren; besonders dann, wenn die Prozesse voneinander zeitlich abhängen. Die Prozedur ACTIVE ermöglicht eine solche Verständigung unter einzelnen Tasks. ACTIVE sucht zunächst den Deskriptor aus, auf den sich der Aktivierungsbefehl bezieht. Dort wird der Zustand "ready" eingetragen und so der Prozeß aufgeweckt. Die Übergabe des Namens bzw. der Identifikations-Nummer des betreffenden Prozesses erfolgt durch einen Parameter beim Aufruf.

Prozeßgenerierung

Beim Hochfahren des gesamten Systems muß dem Kern einmal mitgeteilt werden, welche Prozesse zur Verarbeitung anstehen. Es ist möglich, daß man abgetrennt vom Kern die Liste der Prozeßdeskriptoren, einschließlich ihrer Verkettung, aufbaut, und dem Kern nur eine Ankeradresse, die auf den ersten Deskriptor weist, übergibt. Dies führt zu einem besonders kleinen und einfachen Kern.

Viele Betriebssysteme verwenden hingegen eine CREATE-Prozedur, die es ermöglicht, von außen her Prozesse dem Kern bekannt zu machen. Sie produziert Deskriptorblöcke und hängt diese an die entsprechende Stelle der Liste ein. In einem Parameterblock werden die Prozeßkenndaten (Startadresse, Prozeßnamen, Zykluszeiten etc.) übergeben. Der große Vorteil dabei ist, daß man Prozesse bei Bedarf dynamisch generieren, und durch eine entsprechende Prozedur wieder löschen kann. Ferner ist die Schnittstelle zum Einketten von Prozessen transparenter, was bei der Systempflege eine große Rolle spielt.

Die erste Vorgehensweise wird durch die Verwendung von Daten mit strukturiertem Typ (z. B. records) und deren Verbindung durch Pointer vereinfacht; auf Assemblerebene können solche Ketten leicht mit Macros produziert werden. Andererseits ist es gefährlich, solche bedeutungsvolle Datenbereiche wie die Deskriptoren in die Verantwortung von außenstehenden Modulen zu geben.

Bei allen Kernprozeduren, die von Prozessen aus aufgerufen werden, ist es wichtig, den lnterrupt während ihrer Ausführung zu sperren. Dadurch wird vermieden, daß der Zeitinterrupt in einer Kernprozedur zuschlägt, was fatale Folgen haben könnte.

Die obigen Prozeduren gehören zum Standardrepertoire eines Multitasksystems und sollten generell implementiert werden. Darüber hinaus können Routinen, wie z. B. zur Verzögerung eines Prozesses bis zum Eintreffen eines lnterrupts oder zur Suspendierung einzelner Prozesse usw., hier in ähnlicher Weise eingegliedert werden.

PROZESSE IN UNIX

- Jeder UNIX-Prozeß besteht aus einem Kern- und einem Benutzerteil (kernel part, user part).
- Der Kernteil wird nur aktiv, wenn im Benutzerteil ein Systemaufruf erfolgt. Er hat einen eigenen Instruktionszeiger und Stack.
- Der Betriebssystemkern verwaltet zwei wichtige Datenstrukturen:
- die Prozeßtabelle (process table) und
- die Benutzerstruktur (user structure).
- Die Prozeßtabelle ist immer im Hauptspeicher (resident) und enthält Informationen über alle Prozesse:
- Scheduling Parameter: welcher Prozeß kommt als nächstes zur Ausführung? (Priorität, verbrauchte CPU Zeit etc.)
- Speicherabbild (Memory Image): wo befinden sich die Speicherbereiche der Prozesse? (Code-, Stack-, Datensegmente, ggfs. Seitentabelle)
- Signale: welche Signale werden ignoriert, gesendet etc.?
- Verschiedenes: Prozeßstatus, -nummer, etc.
- Die Benutzerstruktur enthält Informationen, die nur notwendig sind, wenn der Prozeß aktiv ist. Sie wird ggfs. mit dem Prozeß ausgelagert:
- Maschinenregister
- Status des Systemaufrufs n „File Descriptor“-Tabelle n Verwaltungsinformationen n Kernel Stack

Wenn ein FORK-Aufruf erfolgt4,

- ermittelt der Kernteil des ausführenden Prozesses einen freien Platz in der Prozeßtabelle und · kopiert alle eigenen Einträge in den freien Platz für den zu erzeugenden Kindprozeß. · Anschließend wird Speicherplatz für den Kindprozeß allokiert und alle Speicherbereiche (insbesondere auch die Benutzerstruktur) des Elternprozesses werden dorthin kopiert.

Scheduling in UNIX

- prioritätenbasiert
- Zuteilungsverfahren:
- „round robin“ innerhalb der Prioritätenklassen
- Prozeßwechsel erfolgt bei Zeitscheibenablauf oder Blockierung eines Prozesses durch Ein-/Ausgabe

Prozeßstruktur

Ein laufendes Unix-System besteht (wie das Dateisystem) aus einer baumartigen, hierarchischen Struktur von Prozessen. Jedem Prozeß ist eine eindeutige Nummer, die PID (Process IDentificatiton Number) zugeordnet.

DER LOGIN-PROZEß

Die Wurzel der Prozeßstruktur, das ist der Prozeß mit der PID 0, wird beim Start des Systems erzeugt. Dieser Prozeß startet mehrere Systemprozesse, darunter den Prozeß init mit der PID 1. Der Prozeß init wiederum ist der Urvater aller Benutzer- und der meisten Dämonprozesse (das sind vom System abgesetzte Hintergrundprozesse, die in zyklischen Zeitabständen ausgeführt werden und diverse Dienste zur Verfügung stellen bzw. bestimmte administrative Aufgaben erledigen).

- ach erfolgreicher Anmeldung über den login-Prozeß wird für jeden Benutzer ein neuer eigener Prozeß,

- ämlich die systemseitig definierte login-Shell, gestartet. Mit dem login wird der Benutzer Eigentümer genau dieses Prozesses und damit auch aller von diesem Prozeß erzeugten Kindprozesse. Verläßt der Benutzer die login-Shell (exit), so ist seine Sitzung beendet, was gleichbedeutend mit einem Ausloggen ist.

Die Prozeßkenndaten

Einen Überblick über die laufenden Prozesse kann man mit dem Kommando ps (process status) erhalten. Beispiel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zwei Prozesse des Benutzers werden angezeigt, nämlich die Korn-Shell mit der PID 184 und der dem Kommando ps entsprechende Prozeß mit der PID 197.

Will man sich alle im System laufenden Prozesse ansehen, sind die Optitonen -a, -e und -f von Bedeutung; das folgende Beispiel zeigt die Anwendung.

Beispiel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]



1 To schedule = (engl.) planen, (Zeitplan) ansetzen

2 to dispatch = (engl.) abschicken, -senden, aufgeben; abfertigen

3 Systemkern besteht aus
(1) Code-Teil (ausführbare Befehle, z.B. die des Dispatchers) und
(2) Datenbereich (für die Prozeßverwaltung), auf den sich der Code-Teil bezieht hier: Datenbereich von Dispatcher und Scheduler

4 UNIX-Prozeßerzeugung
Der Systemaufruf fork() erzeugt eine exakte Kopie (Kindprozeß) des ausführenden Prozesses (Elternprozeß). Eltern- und Kindprozeß haben eigene private Speicherbereiche. Lokale Änderungen sind für den anderen Prozeß unsichtbar. Geöffnete Dateien werden von Eltern- und Kindprozessen gemeinsam benutzt. Änderungen sind global sichtbar. Die Unterscheidung von Eltern- und Kindprozeß erfolgt durch den vom Systemaufruf fork() zurückgelieferten Wert:
- Der Kindprozeß erhält den Wert 0.
- Der Elternprozeß erhält eine positive Zahl, die Prozeßnummer (pid, process identifier) des Kindprozesses.
- Ein Prozeß kann seine eigene Nummer mittels des Systemaufrufs getpid() erfragen.

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Einen Essay für die Uni anfertigen

4 Methoden:Lege mit der Arbeit losFormuliere deine TheseSchreibe die EinleitungDie nächsten Schritte

Aller Anfang ist schwer. Das gilt vor allem auch, wenn du einen Essay für die Uni oder Fachhochschule schreiben möchtest. Manchmal fühlst du dich vielleicht einfach nicht inspiriert oder organisiert genug, um deine Gedanken gut zu artikulieren. Aber keine Sorge – mit ein wenig Planung, Recherche und harter Arbeit wird es dir viel leichter fallen, mit der Arbeit an einem Essay anzufangen. Jeder Essay beginnt mit einer Einleitung, in welcher du deine wichtigsten Argumente nennst. Dabei solltest du das Interesse deiner Leser wecken und deine Hauptthese beschreiben. Die Hauptthese erklärt den eigentlichen Streitpunkt deines Aufsatzes. Wenn du lernen möchtest, wie du am besten mit der Arbeit an einem Essay beginnst, folge einfach den angegebenen Schritten.

Vorgehensweise

1

Lege mit der Arbeit los

  1. 1

    Habe eine genaue Vorstellung von der Aufgabe. Auch wenn du dich am liebsten sofort in die Arbeit an deinem Uni Essay stürzen möchtest, solltest du vorher genau wissen, was eigentlich von dir verlangt wird, bevor du ein neues Word Dokument anlegst. Lese dir die Aufgabenstellung sorgfältig durch. Dadurch erfährst du, welche Art von Essay dein Dozent von dir haben möchte und wie viele Worte er beispielsweise umfassen soll. Auch weißt du dann, wie umfangreich die Recherche an dem Essay sein soll. Hier sind einige Dinge aufgelistet, über die du dir im Klaren sein solltest, bevor du anfängst:
    • Anzahl der Wörter. Wenn dein Essay nur 500 Wörter lang sein soll, wird er sehr verschieden von einem Aufsatz mit 2.000 Worten sein. Achte auf die Vorgaben zur Anzahl der Wörter und halte diese ein. Abweichungen von 10% sind dabei zulässig. Dein Dozent soll ja nicht deiner überdrüssig werden, nur weil dein Essay viel kürzer oder länger als vorgegeben ist.
    • Umfang der erforderlichen Recherche. In einigen Kursen musst du vielleicht Essays schreiben, die viel eigene Recherche außerhalb des Kurses verlangen. Bei anderen sollst du vielleicht überwiegend das Kursmaterial, wie Romane, oder die Kursbücher benutzen und dann deine eigenen Schlussfolgerungen daraus ziehen. Trotzdem gilt, dass jeder gute Essay vor allem von solider Recherche bestimmt wird.
    • Wenn du irgendwelche Fragen hast, solltest du rechtzeitig vor dem Abgabedatum mit deinem Dozenten oder Lehrer sprechen. So kannst du alle Dinge klären, bevor du mit der Arbeit beginnst.
  2. 2

    Mache dich mit den verschiedenen Formen und Arten von Essays vertraut. Es gibt viele Arten von Essays, welche du im Rahmen eines Kurses schreiben kannst. Damit du weißt, was von dir erwartet wird, ist es gut die Vielfalt an Aufsätzen zu kennen. Hier sind die wichtigsten Arten von Essays, mit denen du vertraut sein solltest:
    • Der überzeugende / argumentative Essay. In dieser Form von Essay sollst du den Leser von deiner Perspektive auf ein Thema oder einen Gegenstand überzeugen. Ein argumentativer Essay wäre beispielsweise einer, welcher den Lesern alle Gründe auflistet, warum Waffen verboten sein sollten.
    • Der analytische Essay. Diese Art von Essay ist am häufigsten in Literaturkursen gefragt. Meist liest man ein bestimmtes Werk und analysiert in dem Essay dann dessen Worte, Motive, Charaktere und die Bedeutung. Sowohl deine eigenen Ideen als auch die von anderen wissenschaftlichen Quellen sind hier gefragt.
    • Der erklärende Essay. Diese Art von Essay basiert auf einem Prozess oder einer Situation und erläutert wichtige Aspekte zu diesem Thema. Ein Beispiel wäre eine Beschreibung des Alltags von Studenten.
    • Der Forschungsaufsatz. Bei dieser Art von Essay wirst du ein Thema bzw. einen Gegenstand genauer erforschen und deine Leser über dessen Geschichte, Anwendung und Relevanz informieren.
    • Der vergleichende und kontrastierende Essay. Hier wirst du zwei Themen bzw. Gegenstände miteinander vergleichen und gegenüberstellen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen. Ein Beispiel dafür wäre ein Essay, der das Leben in Berlin mit dem in Moskau vergleicht.
  3. 3

    Überlege dir, welches deine Zielgruppe ist. Schreibst du den Essay für deinen Dozenten, deine Kommilitonen, für Fachleute auf diesem Gebiet oder für Menschen, die noch nie etwas mit diesem Thema zu tun hatten? Wenn sich dein Aufsatz an ein Fachpublikum richtet, musst du die grundlegende Terminologie nicht erläutern und kannst die entsprechenden Fachausdrücke verwenden. Doch wenn du den Essay für Menschen schreibst, die nicht viel über ein Thema wissen (Beispiel: Filmanalyse zu einem Film, den sie nicht gesehen haben), musst du weitaus mehr grundlegendere Informationen bereitstellen.
    • Wenn du eine Forschungsarbeit über ein Thema schreibst, dass den Lesern vielleicht vollkommen unbekannt ist, musst du die vorgefundenen Forschungsergebnisse detailliert erklären.
  4. 4

    Definiere dein Ziel. Warum schreibst du diesen Aufsatz? Möchtest du über etwas informieren, soll er unterhalten, überzeugen, etwas definieren, vergleichen und gegenüberstellen, analysieren, zusammenfassen oder eine Geschichte erzählen? Wenn du von Anfang an dein Ziel kennst, wird es später einfacher sein, deine Argumente zu formulieren und damit die richtigen Leute zu erreichen. Beispiel: Wenn du deine Mitmenschen von etwas überzeugen möchtest, musst du eine logische Argumentationskette entwickeln, welche die notwendigen Argumente enthält, um deine Leser von deiner Meinung zu überzeugen.
    • Wenn du beispielsweise ein Gedicht oder Theaterstück analysieren möchtest, solltest du überzeugende Textstellen in deinen Aufsatz einarbeiten, die deine Gedanken unterstützen.
    • Wenn du etwas vergleichen und gegenüberstellen möchtest, musst du dir über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Gegenstände im Klaren sein.
    • Wenn du mit deinem Aufsatz über etwas informieren möchtest, musst du dieses Thema genau erforschen und deinen Lesern dabei helfen, es besser zu verstehen.
  5. 5

    Finde den richtigen Stil. Die Wahl des Sprachstils ist ein weiterer wichtiger Aspekt, wenn du einen guten Uni-Essay schreiben möchtest. Für die meisten Aufsätze solltest du eine professionelle Sprache wählen, die objektiv und informativ ist. Wenn du einen zu voreingenommenen Stil anwendest, um deine Forschungsergebnisse überzeugend darzustellen, wirst du nicht autoritär genug klingen. Wenn du Umgangssprache verwendest, wirst du leicht unprofessionell erscheinen. Falls du jedoch einen etwas persönlicheren Essay schreiben möchtest (Beispielsweise, wenn du deine Erinnerungen an etwas aufschreibst), wirst du einem eher informellen Stil anwenden.
    • Dein Sprachstil spiegelt deine Haltung gegenüber einem Thema wider. Ist dein Stil eher distanziert, amüsiert, leicht zynisch, misstrauisch oder eher leidenschaftlich? Ganz gleich, welchen Stil du wählst – er sollte immer dem Gegenstand bzw. dem Thema angemessen sein.
    • Wenn du beispielsweise einen Aufsatz über Stammzellenforschung schreibst, sollte dein Stil objektiv und distanziert sein. Wenn du einen Essay über Internet-Dating verfasst, kannst du eher einen lustigeren oder spielerischen Stil verwenden.

2

Formuliere deine These

  1. 1

    Recherchiere gründlich. Obwohl es manchmal Spaß machen kann, sofort mit dem Schreiben zu beginnen ohne genau zu wissen, worauf der Essay hinausläuft, ist es doch am besten, wenn du zuerst ausgiebig recherchierst. Nur so kannst du eine solide Grundlage für deine Argumente schaffen. Besorge die dir Texte, die du brauchst und mache dir Notizen. Lies dir diese so lange durch, bis du das Gefühl hast, genügend Informationen zu dem Thema zu haben und einen Essay darüber schreiben bzw. deinen Standpunkt formulieren kannst.
    • Achte darauf, nur glaubwürdige Quellen zu zitieren. Diese sollten von anerkannten Fachleuten stammen und nicht von einer kurzen Recherche bei Wikipedia.
    • Mache dir so viele Notizen, bis du dich gut mit dem Thema auskennst.
    • Informiere dich über die Formatierungsregeln für Quellenzitate, so dass du diese in deinem Essay anwenden kannst.
  2. 2

    Sei dir bewusst, worauf es bei einer gute These ankommt. Wenn du mit deiner Recherche fertig bist, musst du eine These formulieren. Darin wird das Hauptargument oder die Meinung ausgedrückt, die du in deinem Essay vertreten möchtest. Obwohl du zunächst einige grundlegende Ideen skizieren kannst, solltest du nicht mit dem Essay beginnen, bevor du nicht eine Vorstellung von deiner These hast. Ein Beispiel für eine solche These wäre: „New York ist als Stadt lebenswerter als San Francisco, da es vielfältiger ist, mehr Möglichkeiten bietet und schöneres Wetter herrscht.“ Hier sind die Merkmale einer gut formulierten These:
    • Klarheit
    • Präzision
    • Streitbarkeit
    • Belegbarkeit
    • Genauigkeit
    • Verwendung der 3. Person
  3. 3

    Schreibe deine These. Formuliere die These so, dass dein Standpunkt klar und präzise ausgedrückt wird. Dabei ist wichtig, dass die These auch zu belegen ist. Du könntest beispielsweise keine These über die Existenz von Einhörnern schreiben, da du dies nicht beweisen kannst. Du kannst ebenfalls keine These über die gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens schreiben, da dies unbestritten ist. Suche dir stattdessen einen interessanten und relevanten Diskussionspunkt aus deinem Themenbereich, sowie zwei bis drei spezifische Argumente, die deinen Standpunkt untermauern, aus. Hier sind einige Beispiele für verschiedene Arten von Thesen:
    • Eine These für einen analytischen Essay: „Die drei Hauptmotive in „The Great Gatsby“ sind Einsamkeit, die Korruption des Reichtums und der Verlust der großen Liebe.“
    • Eine These für einen argumentativen Essay: „Der Abiturdurchschnitt sollte nicht über die Zulassung an eine Universität entscheiden, da er die Intelligenz nicht akkurat misst und darüber hinaus sozioökonomisch behaftet ist.“
    • Eine These für einen erläuternden Essay: „Die meisten Schülerinnen und Schüler verbringen ihre Zeit damit, Hausaufgaben, Freunde und außerschulische Aktivitäten miteinander in Einklang zu bringen.“
  4. 4

    Erstelle eine Gliederung. Sobald du eine These hast, solltest du an der Gliederung arbeiten, die als Orientierung für den Rest des Aufsatzes dient. Somit weißt du, was in welchen Absatz gehört. Das hilft auch, deine Gedanken so zu ordnen, dass die Argumentation logischer wird und du vermeidest, beim Schreiben den Überblick zu verlieren. Die Gliederung sollte die Einleitung, den Hauptteil und das Fazit beinhalten. Wichtig ist es, so viele Quellen wie möglich als Beweise für deine Argumentation anzuführen. Hier ist ein Beispiel für eine Gliederung eines Aufsatzes mit folgender Aussage: „New York ist aufgrund seiner Sehenswürdigkeiten, dem Wetter und dem Arbeitsmarkt bestens für junge Berufstätige geeignet.“:
    • Einleitung: 1. Aufhänger, 2. Drei wichtige Aussagen 3. These
    • Hauptteil Absatz 1: Sehenswürdigkeiten: 1. Restaurants, 2. Clubs und Bars, 3. Museen
    • Hauptteil Absatz 2: Wetter: 1. Schöner Winter, 2. Angenehmer Frühling, 3. Erfrischender Regen
    • Hauptteil Absatz 3: Arbeitsmarkt: 1. Möglichkeiten in den Bereichen Finanzen und Wirtschaft, 2. Möglichkeiten im Bereich Kunst und Kultur, 3. Networking-Möglichkeiten
    • Fazit: 1. Komme wieder auf den Aufhänger zurück, 2. Nenne nochmals die wichtigsten Punkte, 3. Nenne die These

3

Schreibe die Einleitung

  1. 1

    Wecke das Interesse deiner Leser mit einem Aufhänger. Die Einleitung besteht aus drei Teilen: dem Aufhänger, die wichtigsten Aussagen und deine These. Mit dem Aufhänger gewinnst du die Aufmerksamkeit der Leser und überzeugst sie, den Rest deines Essays zu lesen. Der Aufhänger sollte sich auf dein Hauptargument beziehen und interessant für deine Leser sein, so dass sie weiterlesen. Hier sind einige Beispiele für solche Aufhänger:
    • Die rhetorische Frage. Eine Frage hilft dabei, den Leser in die Debatte einzubeziehen und zum Nachdenken anzuregen. Beispielsweise könnte ein Aufsatz, der sich für die gleichgeschlechtliche Ehe ausspricht, mit der Frage beginnen: „Sollte nicht jedem erlaubt sein, die Person zu heiraten, die man liebt?“
    • Eine schockierende Aussage oder Statistik. Mit einer schockierenden Aussage oder Statistik, die relevant für deinen Themenbereich sind, kannst du ebenfalls die Aufmerksamkeit der Leser gewinnen. Wenn du beispielsweise einen Aufsatz über Depressionen unter Universitätsstudenten schreibst, kannst du mit einer (erforschten und nachweisbaren) Aussage beginnen, wie „Über 10% der aktuellen Universitätsstudenten leiden unter Depressionen.“
    • Eine Anekdote. Beginne deinen Essay mit einer kurzen Anekdote, die für das Thema relevant ist. Richtig formuliert kann dies ebenfalls das Interesse deiner Leser wecken. Wenn du zum Beispiel über die Schwierigkeiten alleinerziehender Mütter schreibst, könntest du mit folgendem Satz beginnen: „Jane kämpfte darum über die Runden zu kommen, während sie sich um ihren Sohn Jason kümmerte.“
  2. 2

    Nenne deine wichtigsten Aussagen. Sobald du mit einer starken Behauptung die Aufmerksamkeit deiner Leser gewonnen hast, solltest du jeden deiner Hauptpunkte in 1-2 Sätzen erklären. So wissen deine Leser, was sie erwartet. Beispiel: Wenn du einen Essay mit der folgenden These schreibst: „Die drei Hauptmotive in „The Great Gatsby“ sind Einsamkeit, die Korruption des Reichtums und der Verlust der großen Liebe.“ solltest du in einem Satz die Einsamkeit erläutern, im nächsten die Korruption des Reichtums und in einem weiteren den Verlust der großen Liebe.

  3. 3

    Formuliere deine These. Sobald du die Leser interessiert und die wichtigsten Punkte vorgestellt hast, solltest du deine These formulieren. Meistens gibt man diese im letzten Satz der Einleitung an. Es ist aber auch möglich, die These schon zu Beginn der Einleitung zu nennen. Die Einleitung und die These spiegeln die Ausrichtung deines Essays wider, so dass der Leser ungefähr eine Ahnung davon hat, was ihn im folgenden Text erwartet. Zur Erinnerung: eine gute Einleitung für einen Uni-Essay sollte folgendes beinhalten:
    • Einen Aufhänger, um die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen
    • Eine kurze Darstellung der wichtigsten Punkte, die im Hauptteil des Essays genauer erläutert werden
    • Die Formulierung der These

4

Die nächsten Schritte

  1. 1

    Schreibe 3-5 Absätze für den Hauptteil. Sobald du deine These gefunden und die Einleitung geschrieben hast, hast du den schwierigsten Teil des Essays hinter dir. Jetzt musst du dich den weiteren Texteilen widmen, in denen du deine Hautpunkte erläuterst, welche deine These unterstützen. Diese Erläuterungen dienen dazu, die Leser von deinem Standpunkt zu überzeugen. Je nachdem, wie umfangreich der Essay ist, solltest du 3 bis 5 Absätze schreiben. Jeder Absatz sollte die folgenden Informationen beinhalten:
    • Ein Einleitungssatz, der den Inhalt des jeweiligen Paragraphen zusammenfasst.
    • Unterstützende Informationen, Beweise, Fakten oder Statistiken, die das Hauptargument stützen
    • Ein abschließender Satz, der die Gedanken des Absatzes zusammenfasst und zum nächsten Absatz überleitet
  2. 2

    Schreibe das Fazit. Sobald du mit deiner Einleitung und den drei Absätzen fertig bist, solltest du ein Fazit schreiben. Hier fasst du deine wichtigsten Gedanken zusammen, die du in dem Aufsatz vorgestellt und erläutert hast. Das Fazit übernimmt die folgenden Funktionen:
    • Deine These nochmals nennen.
    • Die Leser an die Hauptgedanken erinnern.
    • Auf die Statistik, die Anekdote oder die Fakten vom Anfang hinweisen. (optional)
    • Den Leser zur Reflexion und zum Nachdenken inspirieren
  3. 3

    Denke daran, alles in der 3. Person zu formulieren. Sofern nichts anderes vorgegeben wurde, solltest du alles in der 3. Person schreiben, um professionell und objektiv zu wirken. Wenn du Formulierungen wie: „Ich glaube...“ oder „Ich denke, dass....“ verwendest, wirken deine Argumente schwach oder sogar substanzlos. Statt zu schreiben: „Ich denke, Abtreibung sollte in Deutschland weiterhin legal bleiben.“ solltest du formulieren „Abtreibung sollte in Deutschland weiterhin legal bleiben“. Das klingt viel kraftvoller und objektiver.
    • Du solltest die Verwendung der 1. und 2. Person vermeiden. Sage nicht „Sie“, sondern „man“ bzw. „er oder sie“. Statt zu sagen „Ihr solltet 3-5 Stunden pro Woche lernen, wenn Ihr Eure Uni erfolgreich abschließen möchtet.“ solltest du lieber schreiben: „Universitätsstudenten sollten 3-5 Stunden pro Woche lernen, um ihr Studium erfolgreich abzuschließen.“.
  4. 4

    Überarbeite deinen Text. Sobald du eine Rohfassung geschrieben hast, solltest du zum Anfang zurückgehen und den Text auf eventuelle Lücken und logische Fehler, sowie schwache Argumente überprüfen. Es kann auch passieren, dass du einige Wiederholungen und irrelevante Informationen im Text entdeckst oder deine These noch einmal überarbeiten möchtest. Das ist ganz normal.
    • Wenn du das Gefühl hast, dass der Essay fertig und schlüssig ist, kannst du ihn auf Rechtschreibung und Grammatik Korrektur lesen.

Tipps

  • Wenn du einen wirklich guten Essay schreiben möchtest, solltest du sehr sorgfältig daran arbeiten. Um die beste Note zu erzielen, musst du deine Arbeitsschritte planen und mehrere Rohfassungen anfertigen. Schreibe deine Gedanken in logischer Reihenfolge auf. Denke daran, dass das Hauptziel deines Essays darin besteht, die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen. Das letzte Wort sollte daher deiner Leserschaft überlassen bleiben.

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